Verein zur Förderung des Waisenhauses Hyderabad

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Geografische Lage

Land & Leute

Andhra Pradesh ist ein indischer Bundesstaat mit einer Fläche von 275‘000 km² und 80 Millionen Einwohnern. Hauptstadt ist Hyderabad. Unter der englischen Verwaltung gehörten weite Teile zur Madras Presidency, während Hyderabad bis zur Unabhängigkeit Indiens 1947 unter der Herrschaft eines muslimischen Fürsten war. 1953 kam es infolge der Neuordnung Indiens nach sprachlichen Gesichtspunkten zur Bildung von Andhra Pradesh.

Sprachen

Telugu (83%) ist Amtssprache und gehört zur dravidischen Sprachfamilie; ebenso gehört die Telugu-Schrift zu den südindischen dravidischen Schriften. Daneben werden Urdu (9%), Hindi (3%), Stammessprachen und verschiedene Dialekte gesprochen. Englisch ist als Bildungs- und Verwaltungssprache wichtig.

Religionen

Die Hindus stellen mit offiziell 89% der Bevölkerung die grösste Religionsgruppe. Daneben gibt es Muslime (9%), Christen (2%) und kleine Minderheiten von Buddhisten, Jains und Sikhs. Viele Christen aus den kastenlosen Stammesvölkern werden von staatlicher Seite trotz ihrer Hinwendung zu Jesus Christus als Hindus bezeichnet.

Politik

Die Kongresspartei stellte die Regierung bis 1983, als erstmals die Telugu Desam Party (TDP) die Wahlen gewonnen hatte. Seither bildete sich ein Zweiparteiensystem heraus, indem Kongresspartei und TDP einander an der Regierung immer wieder abwechselten. Unter den kleineren Parteien sind die Naxaliten (Kommunisten) hervorzuheben. Sie kämpfen zum Teil mit Waffen gegen die Konzentration des Landes in den Händen weniger Grossgrundbesitzer und gegen die Diskriminierung der Stammesvölker.

Kultur und Wirtschaft

Die Lebensgewohnheiten unterscheiden sich nach religiöser und ethnischer Zugehörigkeit sehr. Der gesellschaftliche Pluralismus ist gross: von Telugu sprechenden Andhras bis zu den Stammesvölkern (7%), darunter Koya im Gebiet des Godavari oder die den Roma in Europa verwandten Lambada.
Wichtig für die Ökonomie von Andhra Pradesh ist nach wie vor die Landwirtschaft. Neben der Industrie hat in den letzten Jahren die IT-Branche an Bedeutung zugenommen. Die Kluft zwischen Arm und Reich ist riesig; ein Tagelöhner verdient am Tag etwa zwei Franken, Frauen für dieselbe Arbeit nur einen.