Verein zur Förderung des Waisenhauses Hyderabad

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Unsere Förderprojekte in Indien

Der Verein zur Förderung des Waisenhauses Hyderabad unterstützt ausser Kinderheimen auch Projekte in den Bereichen Witwenarbeit, Gemeindebau, Direkthilfe bedürftiger Familien und Gesundheit. Über die Projekt-Links im Kasten rechts können Sie sich über die verschiedenen Arbeitsfelder des Vereins ins Bild setzen.

"Es ist vielleicht nützlich, einmal die Frage zu stellen, weshalb wir uns eigentlich für unsere Brüder in Indien einsetzen ...
Als Jünger Jesu haben wir eine Antwort: Wir haben einen Auftrag von Gott. Dabei ist das, was wir zu tun haben, ein winziger Teil vom Gesamtplan, den nur Gott allein überschaut. Möglicherweise gleichen wir weniger den Architekten auf dem Bau, die genau wissen, was alles entstehen wird, sondern mehr den Steinhauern im Gebirge, die nur Material für den Tempel Gottes zubereiten (2. Chr. 2, 17).

(Aus dem Vereins-Rundbrief von Oktober 1984)



Aktuell

Ein Jahr nach der Gewalt gegen Christen in Orissa

Nachdem am 23. August 2008 in Orissa ein prominenter Hinduführer einem Anschlag kommunistischer Naxaliten zum Opfer gefallen war, machten Hindu-Nationalisten die Christen für die Tat verantwortlich. Darauf kam es zu massiver Gewalt gegen Christen im Kandhamal-Distrikt. Einige hundert verloren ihr Leben, Zehntausende ergriffen die Flucht. Ein gutes Jahr später ist das Gebiet zu einem grossen Teil religiös gesäubert. Nur in wenige Dörfer konnten die vertriebenen Christen bis jetzt zurückkehren.

Die Mehrheit der Flüchtlinge dagegen versucht sich in benachbarten Gebieten oder in anderen Gliedstaaten Indiens ein neues Leben aufzubauen, während ein Teil noch immer in den Flüchtlingslagern ausharrt und auf die Rückkehr in ihre Dörfer wartet. Der Verein hat eine einheimische Projektgruppe unterstützt, die sich in den vergangenen Monaten um rund hundert Jugendliche und ebenso viele Kinder aus dem Kandhamal-Distrikt gekümmert hat. Für Schulen, Unterkunft und Verpflegung wurde genauso gesorgt wie für das geistliche Wohl. Im Sommer fand ein grosses Lager für Jugendliche statt. Ausserdem wurde vielseitige Hilfe in den Vertriebenenlagern geleistet.

Während unsere Unterstützung abgeschlossen ist, geht die Hilfe vor Ort weiter. Die materiellen Bedürfnisse in den Vertriebenenlagern sind gedeckt, seelisch und geistlich geht es vielen Menschen jedoch nicht gut, da sie keine Perspektive haben. Der Alkoholismus ist ein grosses Problem. In Zusammenarbeit mit Gemeinden und Jugendgruppen aus Hyderabad wollen die Projektverantwortlichen den Menschen in den Lagern beistehen, indem unter anderem Gebets- und Jugendlager organisiert werden sollen. Ebenso wird die Betreuung der Jugendlichen und Kinder in den kommenden Monaten weitergehen. Diese Nachfolgeprojekte werden finanziell von indischen Gemeinden getragen.